Unterhalt/Alimente

Die elterliche Unterhaltspflicht ist im Zivilgesetzbuch geregelt (Art. 276 ZGB). Die Höhe der monatlichen Unterhaltszahlungen können gerichtlich festgelegt werden. Der Kinderunterhalt kann ebenfalls von der Vormundschaftsbehörde genehmigt werden. Bei nicht verheirateten Paaren ist es empfehlenswert einen Unterhaltsvertrag auszuarbeiten und ihn von der Vormundschaftsbehörde genehmigen zu lassen.

Für die finanzielle Sicherung des Kindes ist es wichtig, dass trotz einer schwierigen finanziellen Lebenslage eines Elternteils die Höhe der Kinderalimente festgelegt wird. Eine Alimentenbevorschussung muss beantragt werden. Die Alimente können nur bevorschusst werden, wenn sie gerichtlich festgelegt oder von der Vormundschaftsbehörde genehmigt wurden. Zudem wenn sie gar nicht oder nur unregelmässig bezahlt werden. Die maximale Alimentenbevorschussung pro Kind und Monat beträgt im Kanton St. Gallen CHF 928.00. Die Familienzulagen werden zusätzlich zu den Kinderalimenten ausgerichtet und sind in der Regel an den Aufenthaltsort/gesetzliche Vertretung des Kindes zu entrichten oder weiterzuleiten. Der Unterhaltspflichtige kann betrieben und gepfändet werden. Über das Gericht kann man beim Arbeitgeber eine Lohnpfändung einfordern und der Betrag wird direkt an den Aufenthaltsort/gesetzliche Vertretung des Kindes ausbezahlt. Die Dauer der Alimentenzahlung ist mindestens bis zur Erreichung der Volljährigkeit, jedoch empfehlenswert ist bis zum Abschluss der Erstausbildung.

Gesetz über Inkassohilfe und Vorschüsse für Unterhaltsbeiträge

Vollzugsverordnung zum Gesetz über Inkassohilfe und Vorschüsse für Unterhaltsbeiträge

Beratungsstelle für Familien, St. Gallen

Schweizerischer Verband für Alimentenfachleute